7 Social Media Fakten zur Europameisterschaft

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Die Europameisterschaft bewegt – nicht nur die Zuschauer vor dem Flatscreen. Auch auf Social Media geht zur EM einiges rund. Seit dem 11. Juni richtet sich der Blick vieler User auf die Profile der Mannschaften, der Spieler und der Moderatoren. Langweilig ist es den Fußball-Followern bisher noch nicht geworden, in nur zehn Tagen ist viel passiert. Beinahe wirkt es wie eine Entschädigung für das ereignislosen Corona-Sommer vom letzten Jahr.

Wir haben die sieben spannendsten Social Media-Momente der EM zusammengetragen – von Diskursen über leuchtende Veranstaltungsorte über witzige Kampagnen-Ideen bis hin zu einem waschechten Skandal ist alles mit dabei.

1. Vom Neu-Kommentator zum LinkedIn-Star

Er hat den Fußballplatz gegen die Kommentatoren-Kabine eingetauscht: Bastian Schweinsteiger schließt sich Bela Rethy & Co hinter dem Mikrofon an, um seine langjährige Expertise in die Spielanalysen einfließen zu lassen. Doch anscheinend ist Schweinsteiger mit seinem neuen Job noch nicht ausgelastet. Deswegen startet der Ex-Kapitän pünktlich zum EM-Start auf LinkedIn durch, und das sogar extrem erfolgreich. Fast 10.000 User interagieren mit seinem ersten Post und nach nur zwei Tagen Onlinepräsenz kann sich Schweinsteiger über 19.700 Follower freuen.
Wir sagen: Hut ab und weiter so!

2. Top Spieler = Top Reichweite?

Verschiedenste Formate, regelmäßige Uploads und spannende Insights: Die vom DFB wissen, wie Social Media funktioniert! 3,6 Millionen Fans vereint das deutsche Team auf dem Instagram-Account @dfb_team. Doch stehen sie im internationalen Reichweitenvergleich damit ganz oben auf dem Siegertreppchen? Nicht ganz. Den ersten Platz belegt das französische Team (@equipedefrance) mit 9 Millionen Followern. Dementsprechend beeindruckend sieht auch das Engagement auf dem Account aus. Den zweiten Platz vor der deutschen Mannschaft belegt @portugal mit 7,5 Millionen Abonnenten auf Instagram. Kein Wunder, denn einer ihrer Spieler ist die Person mit dem weltweit größten Followertum. An @christiano mit seinen über 300 Millionen Followern kommen die deutschen Spieler noch nicht ganz ran, aber die 27,9 Millionen Abonnenten von Toni Kroos können sich ebenfalls sehen lassen.  

3. Omar Sy und das Versteckspiel der Kicker

Warte mal, wie konnte ich das übersehen? Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder, der diese Promoaktion der Netflixserie Lupin gesehen hat. Zum Start der zweiten Staffel hat sich das Social Media-Team von Netflix einen besonderen Scherz erlaubt: Die Hauptfigur der Serie, gespielt vom Ziemlich-Beste-Freunde-Star Omar Sy, hat einen Gastauftritt in sämtlichen Starkicker-Posts – mal offensichtlicher, mal ziemlich versteckt. Auch Toni Kroos und Timo Werner waren Teil dieser besonderen Promo-Aktion. Ziemlich witzig und ziemlich kreativ!

4. Farbe bekennen!

Sport und Politik vermischen – Spiel mit dem Feuer oder notwendig im 21. Jahrhundert? Ein neues Gesetz in Ungarn soll die Informationsrechte von Jugendlichen im Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität massiv einschränken. Aus einer Social Media Debatte hatte sich eine kleine Protestbewegung formiert: Als starkes Signal gegen die Gesetzgebung des Kontrahenten sollte die Allianz-Arena im Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten – ein No-Go für die UEFA. Obwohl der Antrag von Münchens Oberbürgermeister höchstpersönlich gestellt wurde, darf die Solidaritätsaktion nicht stattfinden. Auf Social Media machen viele Nutzer ihrem Ärger Luft. Zumindest bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer: Bundesligisten rufen zum „Farbe bekennen“ auf und motivieren die Liga-Kollegen, die anderen Stadien im Land leuchten zu lassen.

5. Im Kampf gegen Hass und Hetze

Für die großen Fernsehsender bedeutet ein Fußballtunier starke Quoten – aber auch einen starken Mehraufwand. ZDF und ARD sagen Hatern im Netz den Kampf an und haben dafür ihre Engagement-Teams auf Social Media verstärkt. Dadurch soll eine Moderation von Diskussionen möglich gemacht werden, Hass-Kommentare und gehaltlose Beleidigungen fallen nicht mehr unter den Radar. Nachdem sich die ZDF-Moderatorin Claudia Neumann auf Twitter massiven Anfeindungen ausgesetzt sah, schaltete sich der Sender ein und reagierte mit Unterstützung im Kampf gegen Internet-Trolle.  

6. Der LinkedIn-Effekt

Als der dänische Nationalspieler Christian Eriksen während dem Finnland-Spiel auf dem Platz kollabiert ist, hielten Millionen Fußball-Fans einige Minuten lang den Atem an. Nicht jedoch der dänische Keeper Simon Kjaer. Während der Chaossituation bewies der Spieler bewies Reaktionsfähigkeit und unterstützte die Rettungskräfte. Danach trendete der Hashtag #simonkjaer auf LinkedIn – Kjaer wurde als Beispiel für exzellentes Leadership hervorgehoben und von Menschen unterschiedlichster Branchen zu seinen Führungsqualitäten beglückwünscht. Einerseits steht es natürlich außer Frage, dass Kjaer sehr souverän und vorbildlich reagiert hat. Anderseits sollte kritisch hinterfragt werden, ob der tragische Unfall eines Spielers unmittelbar nach dem Spiel als LinkedIn-Leadership-Content instrumentalisiert werden sollte.  

7. Wasser für Christiano

Die Coca Cola-Affäre rund um Christiano Ronaldo bedarf wahrscheinlich keiner weiteren Erklärung. Eine witzige Social Media-Antwort von IKEA auf den Mini-Skandal sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben: Kurze Zeit nach der verhängnisvollen Pressekonferenz reagierte IKEA mit einem Social Media Post: „Drink water, sustainably.“ Dementsprechend gibt es bei dem schwedischen Möbelhaus eine neue wiederverwendbare Trinkflasche im Angebot. Der Name? „Christiano“ natürlich!

Um Großereignisse wie die EM auch Social Media-technisch optimal für die eigenen Content-Strategien einzusetzen, sollte man auf die Expertise einer Social Media und Influencer Agentur zurückgreifen.

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Ronny Kühnert


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