Cybercrime – Wenn Social Media zum Tatort wird

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Shoppen ohne Amazon, ASOS oder die Ebay Kleinanzeigen App? Für viele unmöglich. Kurz mal eine Rechnung per PayPal oder Onlinebanking begleichen? Das geht definitiv schneller und ist angenehmer als einen Überweisungszettel auszufüllen und diesen in der nächsten Bankfiliale abzugeben. Wir profitieren von vielen Themen der Digitalisierung. Leider gibt es auch Punkte, welche man kritisch betrachten sollte – allen voran Cybercrime.

Übrigens zählt Cybercrime heute schon fast als ein professionelles Geschäft. Am offensichtlisten wirken Marktplätze im Darknet, über welche man Waffen, gestohlene Daten oder Drogen erwerben kann. Doch der Begriff beinhaltet viel mehr:

  • Computerbetrug
  • Identitätsdiebstahl
  • Fälschung von Daten
  • Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung
  • Datenveränderung
  • Computersabotage
  • Ausspähen und Abfangen von Daten
  • Cybermobbing/-stalking
Cybercrime kommt in vielen Formen. Bild / Unsplash

Welche Arten von Cyberkriminalität gibt es?

Eine Cyberattacke (sprich: jede Art von Angriff, der auf IT-Systeme abzielt), kann auf verschiedenste Weise stattfinden. So finden DoS-Angriffe (Attacken, die Systemressourcen gezielt mit Unmengen an Anfragen bombardieren damit sie die Aufgaben nicht mehr bewältigen können) am meisten statt. Obgleich es hier keine direkten Vorteile für den Angreifer gibt – es geht dabei eher darum, einen Server oder Dienst außer Betrieb zu setzen und davon zu profitieren.

Darüber hinaus ist der der Angriff auf die eigenen Kennwörter von Social Media-Profilen oder dem Amazon-Konto eine häufig vorkommende Cyberattacke. Dies ist eine gängige und effektive Angriffsmethode – da Kennwörter sozusagen die Türen zu allen Bereichen öffnen. Das Passwort kann natürlich offline gestohlen werden, allerdings gibt es auch Online-Methoden, zum Beispiel wenn die Netzwerkverbindung abgehört wird.

Das Bundesamt für Sicherheit ermittelte Fakten zur Cyber-Sicherheitslage in Deutschland 2020 im Vergleich zu 2019:

  • 117,4 Millionen neue Schadprogramm-Varianten
  • 35.000 abgefangene Mails mit Schadprogrammen
  • 52.000 gesperrte Webseiten mit enthaltenen Schadprogrammen
  • 7 Millionen übermittelte Schadprogramm-Meldungen

Eine weitere, wichtige und leider unterschätzte Art von Cyberkriminalität bildet alles um Cybermobbing/-stalking. Mobbing im Internet ist ein komplexes Thema – wo fängt es an? Gehört extreme Kritik von Unbekannten schon dazu? Privates, was durch dritte Personen im Netz veröffentlicht werden kann, ist von Fremden einsehbar und kann theoretisch von jeder beliebigen Person verbreitet werden. Vielmehr ist das absichtliche Bedrohen, Belästigen oder Beleidigen einer Person via Web ist meistens eine Herausforderung für die Betroffenen, da die Täter:innen anonym agieren können. Einerseits haben laut einer Statistik 17 Prozent der 16 – 18-Jährigen Cybermobbing erfahren. Andererseits gaben 14 Prozent gleichen Altersgruppe an, dass über sie schon einmal Lügen verbreitet wurden. Ganze 25 Prozent der 14 – 15-Jährigen haben im Internet Sachen gesehen, die ihnen Angst gemacht haben.

Cyberattacken – was sind die Folgen? Bild / Unsplash

Was sind die Folgen einer Cyberattacke?

Gegebenenfalls leiden Unternehmen durch Cyberangriffe noch Jahre später. Laut einer Studie von A.T. Kearney wird der Schaden, welcher pro Jahr global durch Cyberattacken entsteht, auf ca. 400 Milliarden – 2,2 Billiarden US-Dollar geschätzt. Dies entspricht dem Bruttoinlandsprodukt von Österreich.

Folgen der Attacken können unter anderem folgende sein:

  • Wirtschaftlicher Schaden
  • Imageschaden
  • Datendiebstahl

Dementsprechend sind die Imageschäden und Vertrauensverluste, mit welchen Unternehmen nach schwerwiegenderen Fällen arbeiten müssen, nicht in Zahlen darstellbar. Zu schnell ändern sich Methoden von Cyberangriffen, was das Risiko für Sicherheitsmaßnahmen steigen lässt. Außerdem sorgt die wachsende Digitalisierung für mehr Cyberattacken. Bis der Angriff entdeckt wird, können im Schnitt 243 Tage vergehen – genug Zeit für Kriminelle, um vom Angriff zu profitieren.

Eingehende Beschwerden von Cybercrime in den USA von 2000 – 2020 (QUELLE)

Wie schützt man sich?

Folglich ist der naheliegendsten Optionen, seine Passwörter regelmäßig zu ändern. Trotzdem wird das alleine nicht ausreichen. Starke Passwörter sind weniger anfälliger für Angriffe.

Folgende Vorbeugemaßnahmen kann man im Bezug auf Cybermobbing treffen:

  • Privatsphäre in beispielsweise sozialen Netzwerken anpassen
  • Aktiv gegen Täter vorgehen
  • Schutzprogramme gegen Viren und Trojaner einrichten
  • Nicht auf Inhalte oder Links von „Phishing-Mails“ klicken
  • Vorsicht bei offenen WLAN-Zugängen
  • Den eigenen Kindern Medienkompetenz beibringen
  • Kontoauszüge im Auge behalten
  • Allgemein darauf achten, was in Social Media geteilt wird

Wie geht es weiter?

Die Welt wird digitaler – und damit steigt das Risiko für Cyberattacken. Infolgedessen sollte man es Hackern so schwer wie möglich machen, in das eigene System eindringen und Schaden anrichten zu können. Dementsprechend elementar sind regelmäßige Back-Ups und Sicherheitskopien wichtiger Daten.

Auch aus Unternehmenssicht empfiehlt es sich, die eigenen Mitarbeitenden mit dem Thema zu konfrontieren. Zugriffsrechte ausschließlich aktivieren, wenn diese gebraucht werden und das Schulen von Mitarbeitenden zum Umgang mit Bedrohungslagen im IT-Bereich sind definitiv Investitionen Wert.

Die Welt entwickelt sich in einem extrem schnellen Tempo weiter – das ständige „Online-Sein“ gehört zum Alltag. Wir profitieren von dieser Technologie, doch ein klassischer Virenschutz reicht leider nicht mehr aus, um sich vor Cyberangriffen zu schützen.

Auch beim Thema Medienrecht lohnt es sich, auf die Expertise einer Social Media und Influencer Agentur zurückzugreifen.

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Melanie Seefried


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