Aber wer mit wem, wozu und braucht es das wirklich? Ein kleiner Exkurs rund um die Themen: Wie das funktionieren kann, wie es nicht funktioniert und wie man als Agentur zwischen den Fronten vermittelt.

Influencer Marketing ist langsam, aber sicher immer mehr ein fester Bestandteil der Marketing-Strategie großer und kleiner Unternehmen – nicht ohne Hindernisse. Zeit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern, was man in dieser Disziplin immer noch falsch machen kann. Denn auch wenn viele noch der Meinung sind, es reiche, jemandem mit viel Reichweite viel Geld hinterherzuwerfen, gibt es viele weitere Dinge bei der Anwendung dieses noch jungen Marketing-Tools zu beachten.

Die Influencer Agentur als Vermittler.

Beim Influencer Marketing ist es für Agenturen wichtig, möglichst geschickt zwischen Unternehmen und Influencer zu vermitteln. Schließlich sind beide für uns gleichwertige Kunden. Denn wie bei allen Projektarbeiten läuft auch bei Influencer Marketing nicht alles reibungslos ab. Zwei Parteien versuchen jeweils das Beste für sich rauszuholen und die Agentur steht oftmals dazwischen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt.

Wer sich jetzt fragt, was denn überhaupt passieren kann, hat entweder Glück gehabt oder noch wenig Erfahrung. Möglichkeiten gibt es viele. Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen persönliche Vorlieben bei der Wahl der Influencer mitbestimmen lässt und die Agentur die Auswahl der Influencer unzureichend aufarbeitet und erklärt. Interaktion und Relevanz sollten immer wichtiger sein als nur die Reichweite. Auch dass Produkte und Infos für die Kooperation zu spät geliefert werden, passiert öfter als man denkt. Das Ungeschickteste ist dabei mit Abstand, wenn Unternehmen genau bestimmen wollen, wie und wann Influencer was posten. Warum? Weil Influencer grundsätzlich selbst wissen, was zu ihren Kanälen am besten passt und wie sie ihren Follower am besten erreichen. Stichwort: Glaubwürdigkeit.

Natürlich wollen wir hier keinem Unternehmen, die sich redlich um die Einbindung von Influencern in ihre Marketing-Strategie bemühen, die alleinige Schuld an missglückten Kampagnen in die Schuhe schieben.

Wie, der Schuh ist gar nicht von Apple?

Nicht selten kommt es nämlich vor, dass Influencer das Produkt oder das Unternehmen schlichtweg nicht verstehen. Gerne werden auch mal, trotz ausführlichen Briefings Timings, Hashtags und andere Absprachen vergessen, kein Gespür für die Kooperation entwickeln oder sich keine Mühe geben. Schlimmstenfalls werden während einer Kooperation Marken von Mitbewerbern auf dem Influencerkanal promotet und somit nur geringe Aufmerksamkeit für die einzelne Marke erzeugt.

Ein Produkt oder ähnliches über Influencer Marketing publik zu machen ist im Grunde nichts anderes als eine öffentliche Werbefläche zu mieten, also Mediabudget zu investieren. Nur, dass an Influencern nicht 90 % der Menschen vorbeilaufen, weil sie nicht zur Zielgruppe gehören, sondern als Follower gezielt angesprochen werden.

Als Agentur kann man viele der genannten Probleme beim richtigen Schopf packen. Die Zielgruppe muss sauber definiert sein, die richtigen Kanäle ausgewählt und die Influencerauswahl muss dem Kunden schlüssig erläutert werden.

Gut geplant ist halb gewonnen.

Agenturen für Influencer Marketing fungieren als die Verbindung zwischen Influencer und Unternehmen. Deshalb sollte der Aufwand geklärt sein – Kommunikation in beide Richtungen sowie die Erfolgsmessung ist gerne mal umfangreicher, als man denkt. Agenturen, die intensiv ihr Netzwerk mit großer Sorgfalt pflegen schaffen dafür aber eine unvergleichliche Identifikation mit Marken, Produkten und Leistungen.

Bei all den Querelen fragt ihr euch nun sicher, warum man sich trotzdem den ganzen Aufwand rund um Influencer Marketing macht. Ganz einfach: Influencer Marketing ist ein wirksamer und authentischer Kommunikationskanal und passt zu fast jeder Marketing-Aktivität. Am Ende stehen starke Marken und unvergleichliche Aktionen. Und das wollen doch wirklich alle, oder?