Jede Marketingaktivität sollte sich an eine möglichst genau definierte Zielgruppe richten. Fragen, die man sich bei der Definition auf jeden Fall stellen sollte, sind: Wer soll das Produkt kaufen oder die Dienstleistung buchen? Entscheidend beim Influencer Marketing ist die Frage, ob die Zielgruppe sich am Ende wirklich mit den Inhalten auseinander setzen werden, die von den Influencern produziert werden.

Oder sagen wir es mit einem Beispiel: Wenn ein Influencer hauptsächlich junge, einkommensschwache Menschen adressiert, macht eine Kampagne für hochpreisige Automodelle relativ wenig Sinn. Hingegen könnte eine Kampagne für Finanz- und Vorsorgeprodukte mehr Nutzer in der Community eines solchen Influencers erreichen. Bevor Unternehmen in Influencer Marketing investieren, sollte also wie bei jeder Marketingkampagne die Zielgruppe genau definiert werden, bevor eine Zusammenarbeit mit Influencern angestrebt wird.

Anstatt nur auf Reichweiten zu achten, muss nämlich bei der Auswahl eines Influencers vielmehr der brand-fit, die Persönlichkeit und das Commitment des Influencers gegenüber der Marke, zur Entscheidung herangezogen werden. Denn widersprechen sich die Inhalte und Meinungen der Influencer mit den Inhalten aus einem Unternehmen oder einer Marke, die sie auf ihrem reichweitenstarken Kanal publizieren, desto unglaubwürdiger erscheint die Marke am Ende selbst.

Influencer Agenturen wie 0711, investieren viel Zeit und Arbeit bei der Planung und Konzeption in die Akquise und den Beziehungsaufbau zwischen Unternehmen und Influencern. Gemeinsame sowie messbare Ziele und gezielt eingesetzte Kooperationen anstatt Haufenweise Posts zum gleichen Thema erfordern viel Fingerspitzengefühl und Kommunikationsstärke. In Agenturen, in der die Influencer noch von Personen und nicht von Algorithmen ausgesucht werden, zählt darüber hinaus auch vor allem die subjektive Entscheidung unserer qualifizierten Mitarbeiter. Sie schauen sich die Influencer genau an und prüfen, ob sie auch wirklich zur Marke, zum Produkt oder zur Kampagne passen. In enger Abstimmung mit dem Kunden werden dann die besten Influencer ausgewählt. Brand-Fit und ein glaubwürdiges Kommittent des Influencers gegenüber der Marke sind für qualifizierte Influencer Marketing Agenturen eine absolute Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Markenkooperation.
Zudem analysieren wir natürlich auch die Zahlen und Statistiken aller Influencer-Profile, denn jede Kampagne wird zu guter Letzt an ihrem Erfolg bemessen.

Unter Umständen finden Unternehmen durch die Initieerung einer Influencer-Kampagne auch eine neue, in der bisherigen Betrachtung nicht beachtete Zielgruppe, deren Ansprache über Influencer sich als besonders lohnenswert erweisen kann.

Die wichtigsten Messgrößen hier nochmal zusammengefasst:

  1. Anzahl der Follower
    Möchte man eine maximale Reichweite erzielen, so bietet sich die Zusammenarbeit mit reichweitenstarken Influencern an. Möchte man jedoch sehr spezielle Zielgruppen erreichen oder Zielgruppen in bestimmten Regionen erreichen, so kann auch die Kooperation mit Micro-Influencern gewinnbringend sein. Außerdem haben kleinere Influencer in der Regel eine höhere Interaktionsrate, als die großen.
  2. Follower-Engagement-Ratio / Interaktionsrate
    Hierbei misst man das Verhältnis von Followern zu Interaktionen, also Likes, Comments, Views, Shares usw. Eine hohe Prozentzahl bedeutet, dass der Influencer eine aktive Kommunikation mit seiner Community betreibt und die Follower sich mit seinen Inhalten auseinandersetzen. Sehr niedrige Prozentzahlen können hingegen auf Fake-Profile hindeuten – davon sollten Marken lieber die Finger lassen oder das Profil genauer unter die Lupe nehmen.
  3. Anzahl an Kooperationspartnern und Produktplatzierungen
    Mit jeder Influencer Kooperation entsteht natürlich Content in einem werbewirksamen Kontext. Genau wie bei anderen Medienbuchungen auch, ist es wichtig sich mit der Umgebung auseinanderzusetzen und sie zu bewerten: Harmoniert mein Produkt mit den anderen, welche der Influencer bewirbt bzw. verwendet? Häufig haben Influencer bereits mit Konkurrenzprodukten geworben, gerade bei Produkten, die nicht in den FMCG-Bereich fallen, ist hier Vorsicht geboten.
    Umgekehrt ist die Zusammenarbeit mit kooperationserfahrenen Influencern jedoch meist unkomplizierter, da sie mehr Erfahrung haben und wissen, worauf es den Marken ankommt.