Fast von Beginn an dabei: Ein Interview mit der Stuttgarter Influencerin @Shoppinator

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Nadine ist bereits seit vielen Jahren als Influencerin auf Instagram unterwegs. Zunächst lädt die Stuttgarterin unter dem Namen @shoppinator nur Flat-Lays von Beauty- und Modeprodukten hoch, doch seit einigen Jahren bereichert sie ihren Account mit ihrer Persönlichkeit und Geschichten aus ihrem privaten Leben. Im Interview gibt uns die 30-jährige Stuttgarterin einen kleinen Einblick in ihren Influencerin-Alltag.

Was hat dich dazu gebracht dich auf Instagram anzumelden?

Ich bin schon recht lange bei Instagram angemeldet, seit Sommer 2013. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir mein erstes Smartphone gekauft (ein iPhone 5 – davor hatte ich noch ein Tastenhandy ;)) und alle meine Freunde waren damals schon auf Instagram. Ich habe dann tolle Bilder von gelegten Outfits und Schminke gesehen und habe dann auch einfach angefangen. Die Bilder waren super hässlich, aber vor einigen Jahren war das noch in Ordnung. 😉

Auf welchen sozialen Netzwerken bist du vertreten?

Hauptsächlich auf Instagram. Seit Neustem versuche ich mich aktuell noch unregelmäßig auch an TikTok, außerdem habe ich einen Blog (www.shoppinators.de).

Wie viel Zeit verbringst du täglich auf sozialen Netzwerken?

Das schwankt. Am Wochenende mehr Zeit als unterhalb der Woche. Da ich in Vollzeit arbeite, schaue ich meist morgens, in der Mittagspause und nach Feierabend dort vorbei. Im Schnitt vermutlich ca. zwei Stunden pro Tag.

Beschreibe die Arbeit als Content Creator in 3 Worten!

Authentisch – Kreativ – Schnelllebig

Wie bist du Content Creator geworden? Was hast du davor gemacht?

Das war tatsächlich Zufall und aus einem Hobby heraus. Auch heute ist es noch mein liebstes Hobby und ich hoffe das merkt man. Zuvor habe ich zwei Ausbildungen gemacht. Die erste im Textil-Einzelhandel und die zweite als Industriekauffrau. Seitdem arbeite ich bei einem Unternehmen in Stuttgart und habe im letzten Jahr meinen berufsbegleitenden Bachelor abgeschlossen.

Wann hast du das Potential hinter deinem Account festgestellt?

Mh, da kam eigentlich eins zum Anderen. Nach dem ersten Jahr kamen damals die ersten Anfragen, ob ich Produkte ausprobieren möchte. Hauptsächlich waren das Nagellacke und Beauty-Produkte. Das fühlt sich natürlich an wie Weihnachten, wenn man plötzlich von seinen Lieblingsmarken Produkte zugeschickt bekommt. Noch wichtiger war aber das Feedback der Follower – Bilder, wie Produkte „nachgekauft“ wurden oder Nachrichten, dass sie meine Bilder und mittlerweile auch Stories sehr gern anschauen. Mir ist wichtig, authentisch und ehrlich zu bleiben und bewerbe nur Dinge, die ich getestet habe und ich die ich auch meinen Freundinnen empfehlen würde.

Wie viel Werbung sollte eine Influencerin betreiben? Und wonach suchst du deine Kooperationspartner aus?

Tatsächlich finde ich, dass Werbung dazugehört, aber in einem gesunden Rahmen. Ich selbst bin schon vielen Influencern entfolgt, weil es einfach zu viel Werbung war. Wenn jemand in der einen Woche Shampoo X bewirbt und eine Woche später Shampoo Y, fühle ich mich als Follower veräppelt. Auch wenn 10 Influencer zur gleichen Zeit am Sonntag ihre Gesichtspflegeroutine der gleichen Marke hochladen, empfinde ich das als unauthentisch.

Eine ausgewogene Balance zwischen Werbung und normalem Content ist mir persönlich sehr wichtig. Auch dass die Kooperation zu mir und meinen Followern passt. Wenn eine Anfrage bei mir ankommt, schaue ich mir das Produkt an. Wenn es zu mir passt, probiere ich es aus und kann auf der Basis dann eine Kooperation vereinbaren.

Ist es schwer täglich einen Post hochzuladen? Wie viel Arbeit / Zeitaufwand hängt hinter einem einzigen Posting?

Es gibt natürlich auch Tage da habe ich einfach keine Lust. Dann lasse ich es und lade nichts hoch. Ich versuche mehrmals die Woche Bilder zu produzieren und in einer Vorab Planung einzuplanen. Bilder machen funktioniert im Sommer wegen der Lichtverhältnisse besser als im Winter, häufig nutze ich auch Bilder aus dem Urlaub. Deswegen achte ich darauf, während jeder Reise genug Fotos und Videos zu produzieren, um sie immer mal wieder posten zu können.

Manche Fotos sind schnell im Kasten, andere brauchen gefühlt ewig und manche werden nichts. 😉 Deswegen ist es schwer zu sagen, wie lang ein einziges Posting braucht. Den größten Anteil machen auf jeden Fall die Beantwortung von Kommentaren und Direktnachrichten aus.

Wie hast du in der Social Media Welt deinen Platz gefunden? Verspürst du einen Druck durch die sozialen Medien?

Mittlerweile hat sich das für mich alles entspannt. Ich weiß, dass fast alles bearbeitet und gefiltert ist und im Real-Life einfach nie so perfekt sein kann. Ich sehe Instagram und Social Media mittlerweile einfach als tolles Hobby, das mir besondere Möglichkeiten eröffnet.

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{Ägypten Hotel-Tipp} ? Liked und speichert den Beitrag, um ihn später besser wiederfinden zu können. Oh Gott, wie gern würde ich jetzt direkt wieder zurück.? Viele von euch haben mich in der Zwischenzeit gefragt, ob wir das Hotel empfehlen können und welche Zimmerkategorie wir hatten. In Kurzform: JA – absolut, es war einfach traumhaft.? Gebucht haben wir über Expedia – 7 Tage im @fortarabesque in Makadi Bay. (Werbung wegen Verlinkung) Wir hatten eine Villa mit Poolzugang und Meerblick. Hier gibt zwei verschiedene Kategorien – die teurere ist die oberste Reihe mit teilweise Meerblick (wurden erst letztes Jahr eröffnet). Die zweite Kategorie eine der unteren Reihen, aber baugleich und auch mit Poolzugang. Die Zimmer sind neu, sauber, sehr ruhig und einfach nur der Wahnsinn. Pro Reihe hat man einen Pool, von den Nachbarn (wenn sie denn da sind) bekommt man aber nicht so viel mit und wir haben uns sehr sehr wohl gefühlt.?‍♀️ Durch diese Zimmer Kategorie hat man auch Zugang zu eigenen Premium Restaurants. Die Auswahl und der Service unterscheiden sich meiner Meinung nach stark zu den ‚normalen‘ Restaurants, es ist einfach ruhiger und das Essen war jedes Mal super lecker. Nett waren aber immer alle.? Die Villas sind – soweit ich weiß – erst ab 16. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit euren eigenen Strandplatz mit Liegen und täglicher Kühlbox mit Getränken für den Zeitraum vor Ort zu reservieren. An den gewählten Liegen hängt dann ein Zettel mit eurer Zimmernummer. Das Upgrade kann man – wenn verfügbar- auch erst direkt im Hotel buchen. Man braucht dann halt etwas Glück, dass für den Zeitraum ein Zimmer frei ist. In den Highlights seht ihr jetzt auch das Zimmer und die Anlage.? Habt ihr noch Fragen? Schießt gern los.? #shoppinatorpresets#love#shoppinator#ootd#carmushka#anajohnson#fitness#fitnessgirl#fitnessmotivation#fitnessfood#urlaub#holiday#travel#travelblogger#0711#stuttgart#sunday#sonntag#weekend#wochenende#citytrip#stuttgartblogger#fortarabesque #pool#wellness#wellnesswochenende

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Was sagt dein Umfeld zu deinem Account?

Witzigerweise war ich die ersten drei Jahre komplett anonym auf meinem Profil unterwegs, also ohne Namen und Gesicht. Da es damals noch keine Stories gab, war das problemlos. Zu Beginn war mir das auch ganz Recht, da es den Begriff und das Berufsbild Influencer noch nicht gab. Mittlerweile wissen alle Bescheid und finden es gut. Wann immer möglich, unterstützen sie mich beim Bildermachen und allen anderen verrückten Ideen. 🙂 Meine Großeltern und Eltern schmunzeln immer wieder, weil es für sie einfach eine ganz andere Welt ist. 

Was kannst du jemanden raten, der noch in den Startlöchern steht?

Auf jeden Fall sollte man nicht aus den falschen Beweggründen anfangen. Auch ich höre immer wieder Sätze wie: „Ich werde jetzt auch Influencerin, denn ich möchte auch so viele Pakete bekommen“. Dahinter steckt aber tatsächlich mehr Arbeit als es scheint. Deswegen muss es auf jeden Fall Spaß machen und ehrlich von Herzen kommen. Man sollte sich und sein Profil nicht für Produkte und Marken verkaufen, hinter denen man nicht steht. Ehrlichkeit und Authentizität sind von Anfang an wichtig.

Was sagst du zu TikTok? Rising Star oder Zeitverschwendung?

TikTok kann ich tatsächlich noch nicht wirklich einschätzen. Jedes Mal, wenn ich die App öffne, bleibe ich gefühlt ewig an Videos hängen, für die ich eigentlich keine Zeit habe. 😉 Es ist wichtig, die App zu kennen und auszuprobieren und vllt. finde ich ja doch noch Gefallen daran. 🙂

Bist du in deiner Kreativität und deinem Workflow eingeschränkt durch die aktuelle Lage?

Man muss natürlich etwas umplanen, da wir auch alle Reisen und Kurztrips abgesagt haben. Da wir aktuell umziehen, nutze ich die Zeit für die Wohnungs-Einrichtung und begleite das in meinen Stories und in meinem Feed.

Tipps fürs Home-Office! Was kannst du jemanden raten, der jetzt auf Home-Office umsteigen musste?

Auf jeden Fall: Ein Wohlfühl-Büro. Daran arbeiten wir auch aktuell. Es soll gemütlich und funktional sein, so dass man sich einfach gern darin aufhält. Deswegen schaue ich momentan nach toller Deko, die unser Büro in einen tollen Raum verwandelt.

Wohin wird sich deiner Meinung nach das Influencer Marketing in den nächsten Jahren entwickeln?

Langfristig wird der Mehrwert für die Follower immer entscheidender. Gefühlt gibt es aktuell täglich neue Influencer und immer mehr Werbung. Ich selbst bin manchmal schon überfordert mit der Bilder- und Stories-Flut und sortiere deswegen konsequent aus. Eine authentische Persönlichkeit und/oder ein Mehrwert im Großteil der Beiträge sind mir persönlich am wichtigsten.  

Was sind deine Ziele für deinen Account?  Hast du beruflich noch andere Wünsche/Ziele?

Ich möchte noch mehr Mehrwert für meine Follower bieten und versuche regelmäßig über relevante Themen zu schreiben und zu berichten. Ansonsten habe ich viele Ideen im Kopf, die ich gern in den nächsten Monaten umsetzen möchte. Schauen wir mal. 🙂

Wir bedanken uns bei Nadine für ihre Zeit und Antworten. Noch mehr Interviews mit Influencern, gibt es auf unserem Blog.

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Ronny Kühnert


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