Kreative Influencer Kampagnen, die wir richtig toll finden!

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Warum braucht man kreative Influencer Kampagnen?

Immer mehr Unternehmen greifen zu Influencer-Marketing. Allein in Deutschland haben sich 2018 fast 60% der Unternehmen dafür entschieden, Influencer in ihre Marketingstrategie zu integrieren. Angesichts dieser Sättigung müssen Unternehmen kreativer werden, um sich von ihren Konkurrenten abzuheben. Zur Inspiration haben wir drei Influencer-Kampagnen gesammelt, die wir besonders kreativ finden. 

Glossier: Micro-Influencer statt Macro-Influencer

Glossier’s Instagram feed zur Influencer Kampagne

Das in Manhattan ansässige Beauty-Startup Glossier verdankt seinen Status dem ständig wachsenden Netzwerk von Fans. Ihre Botschaft: „Skincare and Beauty inspired by Real Life“. Laut ihrem COO Henry Davis fühlen sich Millennials zu Marken hingezogen, die inklusiv, nett und authentisch wirken. Die Marken der Zukunft basieren demnach auf Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Hierbei ermögliche der digitale Aspekt, bedeutungsvolle Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen.  

Angefangen bei der Formulierung des Produkts wird alles mit Rücksicht auf den Kunden und sein Umfeld gestaltet. Das Produkt wurde zu einem Erlebnis, das sich perfekt auf sozialen Netzwerken teilen lässt. Damit haben sie unbewusst ihr Marketing auf Millennials ausgerichtet, die ihre Erfahrungen gerne auf sozialen Netzwerken teilen. Das Teilen von diesem nutzergenerierten Content ihrer Kunden bietet Fans der Marke weiterhin den Anreiz, ihre Glossier-Geschichten online zu teilen.    

Glossier glaubt, dass jeder Mensch ein Influencer ist oder Einfluss auf jemanden hat. Dadurch, dass sie mit Influencern arbeiten, die teilweise 500 – 2000 Follower haben, fühlt sich der Content sehr natürlich an. Ähnlich wie die Produkte selbst, die weitgehend durchsichtig sind und für „no make-up“ Make-up-Looks bestimmt sind, soll auch das Marketing von Glossier sein. Kunden können Produkte online über die individuellen Seiten der Glossier-„Influencer“ bestellen. Hierbei erhalten die Vertreter der Seiten eine kleine Provision und eine Gutschrift für zukünftige Käufe.  

Hinge: Kampagne mit Meme statt Influencer  

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Instagram post der Meme Kampagne von Hinge

Aufgrund des „Designed to be deleted“-Brandings der App, richtet sich die US-amerikanische Dating-App Hinge mehr auf Beziehungen aus. Aber das stand nicht immer im Fokus. Hinge startete, wie jede andere Dating-App heutzutage auch, mit Tinder-ähnlichen Funktionen. Wischbare Profile und das Matchen mit anderen Nutzern machten die App aus. In einer Zeit, in der es Dating-Apps wie Sand am Meer gab, versuchte Hinge, ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Hinge brauchte einen Ansatz, um bedeutungsvolle Matches darzustellen, ohne dabei zu ernsthaft zu sein. Um sich neu zu vermarkten, dachte sich das Team eine Kampagne aus, die das Thema auflockern würde und entschied sich letztendlich für Memes. Meme-Accounts und ihre Memes erhalten Millionen von Aufrufen und werden allein in Deutschland von 43 % der 16- bis 22-Jährigen geteilt. 

Humor und kein call-to-action haben diese kreative Influencer Kampagne gekennzeichnet. Außerdem konnte man den Erfolg der Kampagne nicht nur anhand der Zunahme von Downloadzahlen messen, sondern auch an der Interaktion mit den Memes. Aber so viel Vergnügen wie uns diese neue Form des Marketings bringt, könnte sie auch schon wieder veralten. Marken riskieren bei der Verwendung, sich schnell lächerlich zu machen. Daher ist jetzt wahrscheinlich die beste Zeit für Firmen, Memes für sich zu entdecken. Ein virales Meme könnte zu einem signifikanten Wachstumsschub führen und ein loyales Publikum schaffen. Was will man mehr? 

Diesel setzt auf Follower statt Influencer

Das italienische Modelabel Diesel nimmt mit seiner Kampagne #beafollower Influencer auf die leichte Schulter, in dem sie versuchen zu vermitteln, dass es mehr Spaß machen würde ein Follower zu sein. Bilder vor ihrem Essen machen, die perfekte Figur oder Frisur haben und sich nur auf Social Media äußern können – das sind nur ein paar Dinge, die Diesel den Influencern vorwirft. Eine Reihe von Videos, in denen Influencer wie beispielsweise @amixxamiaya @ayaxxamiaya und @eliasriadi, die Hauprollen einnehmen, zeigen auf, in welchen Lebenssituationen es vielleicht keine Lust machen würde, ein Influencer zu sein. Influencer und ihr Gegenstück „normale Menschen“ haben laut den Videos ein sehr unterschiedliches Leben. In diesem Beispiel haben „normale Menschen“, die zufälligerweise Diesel tragen, eine Menge Vorteile im Leben.   

Der zweite Teil der Kampagne regt Nutzer dazu an, sich auf der Webseite von Diesel zu registrieren und selbst zum Influencer zu werden. Hier erhalten sie einen individuellen Rabattcode, den sie auf sozialen Netzwerken mit ihren Followern teilen und dabei selbst Geld sparen können. Es ist eine Kampagne, die die aktuellen Situation des Influencer-Marketings verspotten soll, indem sie den mühelosen, sorglosen und lebenslustigen Lebensstil eines Menschen feiert, der glücklich ist, als Anhänger bekannt zu sein. 

Diese erfrischenden Beispiele von kreativen Influencer Kampagnen dienen als Denkanstoß. Unternehmen sollten sorgfältig darüber nachdenken, welcher Influencer am besten zu ihnen passt, denn Influencer ist nicht gleich Influencer. Ein Meme Account, ein Hund, aber auch eine kleine Idee kann Einfluss auf Menschen haben. Man muss nur herausfinden, für was sich ein Kunde interessiert. Tipps zum Influencer-Marketing gibt es in unserem Blog. Um eine erfolgreiche Influencer-Marketing-Kampagne durchzuführen, kann es auch hilfreich sein, Unterstützung von einer Influencer-Marketing-Agentur zu erhalten. 

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Ronny Kühnert