80 Millionen Bilder täglich auf Instagram – Wie sticht man aus der Menge heraus? @Sarahmontanaa auf Instagram

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Wo Instagram für manche eine Inspirationsquelle ist, hat sich die Plattform für andere bereits als eine neue Einkommensquelle herausgestellt. So auch für die 26-jährige Sarah (@Sarahmontanaa). Die Studentin aus Kleinrinderfeld beschreibt das Leben als Creator vielseitig, kreativ und vernetzt. Wir haben Sarah einige Fragen zum Thema Influencer Marketing und Arbeit als Creator gestellt und freuen uns über ihre Antworten!

Was hat dich dazu gebracht dich auf Instagram anzumelden?

Mein Freund hat damals sporadisch Instagram genutzt, ich fand das interessant und habe mich auch angemeldet. Wir waren zu diesem Zeitpunkt ein Jahr in Australien, jedoch habe ich Instagram damals leider noch nicht richtig für mich entdeckt gehabt. Schade, da sich dieses Jahr total gut dafür angeboten hätte.

Auf welchen sozialen Netzwerken bist du angemeldet?

Neben Instagram noch auf Facebook (nur noch wegen den Kleinanzeigen- und Wohnungs-Gruppen) und TikTok.

Wie viel Zeit verbringst du täglich auf sozialen Netzwerken?

Im Durchschnitt würde ich sagen zwischen 1 und 2 Stunden am Tag. Mal mehr und mal weniger, je nachdem ob ich gerade Prüfungsphase habe, arbeite oder frei habe.

Welche/s Kamera / Handy benutzt du?

Ich habe eine Sony RX100 V und das iPhone 11 Pro, benutze aktuell aber nur das iPhone.

Beschreibe bitte kurz, wie du Content Creator geworden bist. Was machst du neben Instagram beruflich?

Anfangs habe ich Instagram nur für Urlaubsfotos genutzt und habe mein Leben mit meinen Freunden geteilt. Nach und nach folgte ich großen Influencern wie anajohnson und carmushka und merkte, dass man mit Instagram viel mehr machen kann. Durch Posts im Fashion-Bereich und Bildern, die ich zB in den USA an den typischen Spots gemacht habe, merkte ich, dass mein Content immer mehr Menschen gefiel. Es macht einfach Spaß seiner Kreativität auf diese Weise freien Lauf zu lassen und damit seine Community zu „entertainen“.

Neben Instagram studiere ich Medienmanagement an der FHWS in Würzburg. Aktuell bin ich im 5. Semester, also im Praxissemester.

Wieso hast du dich für diesen Studiengang entschieden und wie hilft er dir bei deiner Arbeit als Content Creator?

Nach dem Abitur hatte ich sehr große Schwierigkeiten, mich zu entscheiden, was ich den Rest meines Lebens beruflich machen möchte. Ich fing ganz klassisch an BWL zu studieren, brach das nach einem Monat wieder ab, da ich es für viel zu trocken empfand und bin in eine Ausbildung zur technischen Produktdesignerin quer eingestiegen. Nach der Ausbildung wusste ich leider nur, dass dieser Beruf auf Dauer auch nichts für mich und mir sehr die Kreativität fehlte. Also ging für ein Jahr ins Ausland nach Australien und Neuseeland. In dieser Zeit machte ich mir viele Gedanken über meine Zukunft und entschied mich schlussendlich für den Studiengang Medienmanagement. Der Studiengang ist sehr vielseitig und der trockene BWL-Teil wird mit vielen kreativen Modulen ausgeglichen. 

Der Studiengang hilft mir die Medienlandschaft im Gesamten und die Zusammenhänge besser zu verstehen. Außerdem haben wir Adobe Programme wie zB Photoshop. gelernt, was mir bei der Bildbearbeitung sehr zu Gute kommt.

Legst du mehr Wert auf Qualität oder Quantität?

Ganz klar lege ich mehr Wert auf Qualität. Natürlich ist eine gewisse Kontinuität und Regelmäßigkeit auf Instagram enorm wichtig, jedoch bringt es auch nichts jeden Tag einen 08/15 Post hochzuladen. Ich denke wenn man Instagram nur als Hobby macht und nebenbei noch studiert oder arbeitet, ist es sehr schwer jeden Tag einen qualitativ hochwertiges Bild zu posten. Ausnahme ist hierbei, wenn man zB gerade im Urlaub ist, da dort in der Regel viele schöne Bilder am Tag entstehen. Daher also lieber nur 2-3 Posts in der Woche mit einer guten Qualität.

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such a magical spot 🤍

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Was muss man heute machen, um zwischen den Milliarden anderen Bilder wahrgenommen zu werden? Was macht für Dich ein gutes Foto aus?

Es ist nicht einfach zwischen der Masse an Fotos die jeden Tag hochgeladen werden, aufzufallen. Ich denke man sollte seinen Stil finden und sich einen Wiedererkennungswert aufbauen. Wenn man ein Bild sehr aufwendig produziert mit vielen Requisiten oder mit Photoshop zB einen Heißluftballon einfügt, kommen die Bilder oft besser an, als „normale Street Style Photos“. Genauso wie idR Bilder bei Sonnenaufgang oder -untergang eine höhere Reichweite erzielen, als Bilder die in der Mittagssonne entstanden sind.

Ich habe mir wehende, lange, blonde Haare etwas als Wiedererkennungswert aufgebaut. Das zusammen mit einem schönen Hintergrund und idealen Lichtverhältnissen macht für mich ein gutes Foto aus.

Orientierst du dich an anderen Influencern? Welche Creator sind eine Inspiration für dich und warum?

Ich habe nicht direkt das eine Vorbild auf Instagram. Ich hole mir meine Inspiration oft auf der Explore-Seite von den verschiedensten Content Creatorn, auf Inspo-Seiten wie americanstyle oder auch auf Pinterest. Doch wem ich sehr gerne folge ist zB:

  • donnaromina:  Sehr cooler Style und tolle Posen.
  • anajohnson: Sehr kreativ, abwechslungsreich und toller Style
  • laurralucie: tolle Hairstyles audreyannej: noch mehr Hairstyles

Verspürst du Druck durch Instagram?

Nein, Druck im Sinne von Mithalten müssen habe ich nicht. Ich mache Instagram als Hobby und sollte es irgendwann mal keinen Spaß mehr machen oder nicht mehr gut laufen, werde ich es denke ich auch sein lassen.

Wie findest du die neue Funktion „Reels“? Wirst du diese effektiv nutzen?

Ich finde die Reels, die abgespeckte Version von TikTok bei Instagram, ganz amüsant. Es eröffnet neue Möglichkeiten und man kann sich noch kreativer ausdrücken. Allerdings sind diese Videos auch aufwendiger als Bilder, daher habe ich diese Funktion bisher noch nicht wirklich ausprobiert. Ich denke, dass ich es in Zukunft aber etwas mit in meinem Feed einbauen möchte. Bewegtbilder wirken auf die Community denke ich nochmal ganz anders als Fotos.

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blue sky, sun and flowers 🌼☀️

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Wohin wird sich deiner Meinung nach Influencer Marketing in den nächsten Jahren entwickeln?

Ich denke die Reels-Funktion deutet die Richtung der Zukunft des Influencer Marketings schon ganz gut an. Die Content Creator müssen sich wahrscheinlich immer mehr auf audiovisuelle Produktionen umstellen um die Community an sich binden zu können. 

Was sind deine Ziele für deinen Account? Kannst du dir vorstellen das Hauptberuflich zu machen oder hast du beruflich noch andere Wünsche/Ziele?

Wirkliche Ziele für meinen Account habe ich derzeit ehrlich gesagt nicht. Damals war mein Ziel die 10.000 Follower zu knacken, das habe ich geschafft und nun bin ich zwar froh wenn mein Account wächst, aber bin auch nicht traurig wenn ich niemals den 20k-Meilenstein erreichen würde. Instagram hauptberuflich zu nutzen kann ich mir aktuell nicht vorstellen. Natürlich denkt man immer, anajohnson & Co. müssen ja ein Traumjob haben, allerdings glaube ich auch, dass es sehr stressig sein kann und es auf jeden Fall ein 24/7 Job ist. Des weiteren ist es mittlerweile sehr schwer überhaupt in diese „obere Liga“ zu kommen, da sehr viele davon träumen. Nebenberuflich könnte ich mir das aber sehr gut vorstellen. Wer verdient nicht gerne Geld mit seinem Hobby? 😛

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#spring is in the air 🌼

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Wie ist es sein eigener Boss zu sein? Und woher nimmst du dein Wissen? Budget, Steuern, Gewerbe etc.?

Es ist toll sich nebenbei etwas aufbauen zu können, ganz nach seinem Geschmack und seinen Vorlieben. Mein Wissen darüber nehme ich mir überwiegend aus Gesprächen mit anderen Instagramern aber auch aus dem Internet. Beim Thema Steuern und rechtliche Rahmenbedingungen tue ich mir derzeit noch etwas schwer vertrauenswürdige Informationen zu finden. Ich denke hier ist es am sinnvollsten ein Fachperson hinzuzuziehen.

Wachsender Einfluss von Mikroinfluencern – was denkst du darüber?

Ich denke, dass auf jeden Fall nicht mehr nur die riesigen Influencer bei Unternehmen gefragt sind. Der Vorteil an Microinfluencern ist, dass sie sehr nahbar erscheinen und eng mit ihrer Community verbunden sind. Und wenn der Influencer eine enge Verbindung mit seiner Community hat, kaufen die Follower eher die beworbenen Produkte. Außerdem sind die Mikroinfluencer natürlich kostengünstiger für die Unternehmen, was sie nochmal attraktiver macht.

Wir bedanken uns bei Sarah für ihre Zeit und Antworten. Weitere Interviews mit Influencern, gibt es auf unserem Blog.

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Ronny Kühnert