Green Friday – gegen die Wegwerfgesellschaft

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Volle Shoppingmalls, lange Schlangen und Rabattschlachten. Black Friday, der umsatzstärkste Tag im Jahr steht an. Traditionell findet er nach Thanksgiving, dem 4. Donnerstag im November statt und läutet die Weihnachtseinkaufssaison ein. Die unglaublichen Rabatte des Einzelhandels, um den Verkauf anzukurbeln, sind längst vom ursprünglichen stationären Handel im Zuge der Digitalisierung auf den Online-Handel übergegangen. So verlockend dies klingen mag, gibt es einige negative Aspekte und einige Unternehmen haben den Green Friday als Gegenspieler ins Leben gerufen.

Marketing Tricks am Black Friday

Viele Sparfüchse freuen sich schon auf den Black Friday, allerdings gilt es zu beachten, welch immense Folgen der Black Friday auf unsere Umwelt hat und mit welchen Tricks gearbeitet wird. Wir haben Euch diese zusammengestellt.

Viele Händler steigern in den Monaten vor Thanksgiving ihre Preise konstant und zum Teil enorm an. Die daraufhin angegebenen Rabatte erscheinen wie ein super Deal, jedoch sparen Wir nicht oder nur einen sehr geringen Teil dessen, was wir erwarten. Des Weiteren verleiten diese Rabatte uns Produkte zu kaufen, die wir selbst nicht benötigen. Die Rabatte scheinen dabei zu hoch, als dass man diese nicht nutzen sollte. Unsere Märkte und auch Kunden sind zwar gesättigt, jedoch versuchen viele Hersteller:innen diese aus der Reserve zu locken. Mit Erfolg! Es gilt dahingegen zu erwähnen, dass hier differenziert werden muss und nicht alle Hersteller:innen sich an solchen Tricks bedienen.

Umwelt und die Wegwerfgesellschaft

Auch die Umwelt leidet enorm unter der Belastung des Shoppings und des Black Friday. Durch den Übergang des Black Friday auch auf den Online Handel, nimmt die Zahl der einzelnen Bestellungen drastisch zu. Der daraus entstehende Lieferverkehr ist immens und die Auswirkungen auf die Umwelt extrem. Der stationäre Handel liefert hier jedoch kaum bessere Ergebnisse. Durch den hohen Ansturm auf die Innenstädte mit dem Auto steigt am Black Friday die Umweltbelastung sehr an. Die Bahn wird als viel zu unzuverlässig angesehen und die Bequemlichkeit vieler Menschen siegt. Jedoch sind es vor allem die Retouren, welche die Umwelt belastend. Zum einen ist hier der doppelte Lieferverkehr zu beachten, andererseits werden viele der zurückgesendeten Produkte einfach vernichtet. Viele Unternehmen behaupten zwar Produkte zu recyclen oder weiter zu verkaufen, jedoch ist dies sehr viel teurer, als die Produkte einfach zu entsorgen. Des Weiteren machen die hohen Rabatte blind. Viele Produkte erscheinen durch die hohen Preisnachlässe als Schnäppchen und landen im Warenkorb. Welche Marke sich dahinter verbirgt fällt hinten ab. Fast Fashion Unternehmen und menschenunwürdige Produktion beispielsweise geraten somit in Vergessenheit.

Nachhaltiger Konsum

Green Friday, Buy-Nothing-Day oder Anti-Black Friday. Eine Vielzahl an Gegenbewegungen stellt sich gegen den Black Friday. Mit dem Ziel: Nachhaltiger Konsum.

Der Green Friday beispielsweise ist ein nachhaltiges, alternatives Shoppingangebot zum Black Friday. Teilnehmende Händler:innen kompensieren Teile ihrer Gewinne, um der Umwelt etwas Gutes zu tun oder kaufen alte Produkte der Kund:innen auf. So werden Teile des Gewinns in den Erhalt des Regenwaldes oder in gemeinnützige Organisationen investiert. Ziel des Green Friday ist es, die Aufmerksamkeit der Kund:innen auf die Nachhaltigkeit und Umwelt zu richten. Der/Die Konsument:in soll ein gesteigertes Umweltbewusstsein erhalten und sich nicht zu unkontrolliertem Shoppingverhalten hinreißen lassen. Als Beispiel wäre hierbei Ikea zu nennen. Im Jahr 2020 riefen sie erstmals den Buy-Back-Friday ins Leben. Am diesem Freitag nach Thanksgiving können Kunden ihre alten Möbel bei Ikea verkaufen, die diese dann recyclen. Auch wenn dies schnell die Frage nach Greenwashing aufkommen lässt, ist es ein Schritt in die richtige Richtung, um unsere bestehende Wegwerfgesellschaft zu verändern und das Augenmerk auf die Umwelt zu richten.

Black Friday: Fluch oder Segen?

Der Green Friday beziehungsweise alle Gegenspieler des Black Friday sind grundsätzlich eine sinnvolle Aktion. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig möglichst viele Konsument:innen von der Wichtigkeit unserer Umwelt zu überzeugen und ihr Konsumverhalten zu überdenken. Allerdings ist es von Nöten, die Perspektive des Einzelhandels nicht aus den Augen zu verlieren. Als umsatzstärkster Tag im Geschäftsjahr, ist der Black Friday für viele Händler:innen überlebenswichtig. Wie so oft gibt es viele Unternehmen, die sich den Black Friday auf Kosten der Konsument:innen zu nutzen machen. Dahingegen gibt es eine Vielzahl an Einzelhändler:innen, die sich mit einer sinnvollen, ehrlichen Marketing-Strategie Gedanken zu diesem besonderen Tag machen.

Wenn auch ihr euch Gedanken zu einer Black Friday Aktion machen und in Erwägung zieht, eine Kampagne zu starten, kann es sinnvoll sein sich eine Social Media und Influencer Agentur hinzuzuziehen.

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Ronny Kühnert