A
A/B-Test
Ein Vergleich zweier Varianten, bei dem eine definierte Zielgröße unter möglichst vergleichbaren Bedingungen beobachtet wird.
In der Praxis: Ändert beispielsweise nur den Einstieg eines Videos. Unterschiedliche Zielgruppen oder Laufzeiten können das Ergebnis verzerren.
Affiliate-Link
Ein nachverfolgbarer Verweis, über den eine vereinbarte Vermittlungsvergütung zugeordnet werden kann.
In der Praxis: Haltet Vergütung und Kennzeichnung transparent. Klicks auf einen Affiliate-Link sind keine bestätigten Bestellungen.
Ambassador
Eine Person, die eine Marke längerfristig im Rahmen einer vereinbarten Zusammenarbeit vertritt.
In der Praxis: Klärt Laufzeit, Exklusivität und konkrete Leistungen. Eine einzelne bezahlte Veröffentlichung ist noch kein dauerhaftes Ambassador-Programm.
Attribution
Die regelbasierte Zuordnung eines beobachteten Ergebnisses zu einem oder mehreren vorherigen Kontakten.
In der Praxis: Dokumentiert Modell und Zeitfenster. Eine zugeordnete Conversion beweist nicht, dass der Kontakt den Kauf verursacht hat.
Ein zugeordnetes Ergebnis und eine nachgewiesene zusätzliche Wirkung sind unterschiedliche Aussagen. Dokumentiert das verwendete Modell, die Datenquelle und den Zeitraum. Eine Linkzuordnung bildet nicht automatisch jede Nutzung vollständig ab.
Zuordnung im Reporting einordnen ↗Audience
Die Personen oder Accounts, die ein Inhalt erreicht oder die eine Kampagne ansprechen soll.
In der Praxis: Unterscheidet die gewünschte Zielgruppe von der tatsächlich beobachteten Zuschauerschaft. Follower allein belegen diesen Fit nicht.
Authentizität
Die wahrgenommene Stimmigkeit zwischen Person, Inhalt, Erfahrung und beworbenem Angebot.
In der Praxis: Prüft echte Produktnutzung und den bisherigen Themenkontext. Eine inszenierte Aufnahme kann stimmig sein; ein behauptetes Erlebnis darf nicht erfunden werden.
Average View Duration
Die durchschnittlich gemessene Wiedergabedauer eines Videos innerhalb einer definierten Auswertung.
In der Praxis: Vergleicht ähnliche Videolängen und Formate. Ein Durchschnitt allein zeigt nicht, an welcher Stelle Zuschauer abspringen.
B
B2B-Influencer
Eine Person, deren fachliche Glaubwürdigkeit für die Ansprache beruflicher Zielgruppen relevant ist.
In der Praxis: Prüft Branchenbezug, Entscheidernähe und Themenkompetenz. Eine große allgemeine Community kann für eine kleine Fachzielgruppe ungeeignet sein.
Barter-Kooperation
Eine Zusammenarbeit, bei der eine Sachleistung statt oder neben Geld als Gegenleistung vereinbart wird.
In der Praxis: Dokumentiert die Leistung und ihren Wert. Ein kostenlos zugesandtes Produkt begründet ohne Vereinbarung keine Veröffentlichungspflicht.
Benchmark
Ein Vergleichswert, der eine Kennzahl im Kontext ähnlicher Aufgaben einordnet.
In der Praxis: Vergleicht dieselbe Plattform, Messmethode und Laufzeit. Ein Branchenmittelwert ersetzt keine eigene Ausgangslage.
Brand Fit
Die nachvollziehbare Passung zwischen einer Marke und einer Person, Community oder Geschichte.
In der Praxis: Bewertet Thema, Tonalität, Publikum und bisherige Kooperationen. Eine optisch passende Bildwelt allein ist zu wenig.
Brand Safety
Die Prüfung, ob Inhalt und Veröffentlichungsumfeld zu den Schutzanforderungen einer Marke passen.
In der Praxis: Legt vor der Auswahl konkrete Ausschlusskriterien fest und dokumentiert die geprüften Quellen statt pauschaler Sicherheitssiegel.
Legt konkrete Anforderungen eurer Marke fest und dokumentiert bekannte Konflikte und offene Fragen. Eine Profilsichtung ist eine begrenzte Momentaufnahme. Ergänzt einen nachvollziehbaren Freigabeprozess für die tatsächlich geplanten Inhalte.
Creator-Auswahl und Brand Safety prüfen ↗Branded Content
Ein Inhalt, der im Rahmen einer kommerziellen Verbindung zu einer Marke entsteht.
In der Praxis: Plant die nötige Werbekennzeichnung und Plattformfreigabe vor der Veröffentlichung. Ein Plattformlabel ersetzt nicht jede erforderliche Prüfung.
Briefing
Die verbindliche Beschreibung einer Aufgabe mit Ziel, Zielgruppe, Ergebnis, Rahmen und Zuständigkeiten.
In der Praxis: Haltet Pflichtangaben und kreative Freiheiten getrennt fest. Ein gutes Briefing beschreibt auch, wer final freigibt.
Buyout
Eine vereinbarte Vergütung für einen bestimmten Umfang an Nutzungsrechten.
In der Praxis: Benennt Medien, Gebiet, Dauer und Bearbeitung konkret. Das Wort Buyout allein beschreibt keinen eindeutigen Rechteumfang.
Fragt nach den einzelnen geplanten Nutzungen statt nur nach einem Pauschalbegriff. Kanäle, Laufzeit, Gebiet, Bearbeitung und mögliche Partnernutzung sollten nachvollziehbar beschrieben werden. Die konkrete Vereinbarung braucht eine passende fachliche Prüfung.
Nutzung und Paid-Einsatz vorbereiten ↗C
Call to Action
Eine konkrete Aufforderung, mit der ein Inhalt zur nächsten Handlung führt.
In der Praxis: Wählt einen passenden nächsten Schritt. Ein Informationsbeitrag muss nicht denselben Abschluss verlangen wie eine Angebotsseite.
Caption
Der begleitende Text zu einem Social-Media-Beitrag.
In der Praxis: Platziert Kernaussage und nötige Hinweise verständlich. Ein später abgeschnittener Text darf wichtige Informationen nicht unauffindbar machen.
Casting
Die strukturierte Suche und Auswahl geeigneter Personen für eine Content-Produktion.
In der Praxis: Definiert Rolle, Anforderungen und Ausschlusskriterien. Produktions-Casting ist von einer Auswahl nach Community-Reichweite zu unterscheiden.
Click-through Rate
Der Anteil der gemessenen Klicks an den gezählten Einblendungen, üblicherweise als Prozentwert.
In der Praxis: Nennt Klicktyp und Bezugsgröße. Linkklicks, Profilklicks und alle Interaktionen sind unterschiedliche Messwerte.
Collab-Post
Eine gemeinsam veröffentlichte Plattformveröffentlichung mit mehreren beteiligten Accounts.
In der Praxis: Klärt Zuständigkeit, Freigaben und Statistikzugriff. Sichtbarkeit in mehreren Profilen erlaubt keine einfache Addition eindeutiger Reichweite.
Content Audit
Eine systematische Bestandsaufnahme vorhandener Inhalte nach Nutzen, Qualität und Pflegebedarf.
In der Praxis: Erfasst URL, Zielgruppe, Thema und Aktualität. Erst danach entscheidet ihr über Überarbeitung oder Zusammenführung.
Content Brief
Ein Arbeitsauftrag für einen einzelnen Inhalt, der Ziel, Kernaussage, Format und Belege festhält.
In der Praxis: Verlinkt die freigegebenen Ausgangsdaten und nennt ausdrücklich, welche Aussagen noch geprüft werden müssen.
Content Creator
Eine Person, die Inhalte wie Videos, Fotos oder Texte konzipiert und produziert.
In der Praxis: Klärt, ob nur Assets entstehen oder auch eine Veröffentlichung auf eigenen Kanälen beauftragt wird. Das sind unterschiedliche Leistungen.
Content Governance
Die Regeln und Zuständigkeiten, nach denen Inhalte erstellt, geprüft, veröffentlicht und gepflegt werden.
In der Praxis: Definiert Vertretungen und Eskalation. Eine Checkliste ohne verantwortliche Person ist noch kein funktionierender Freigabeprozess.
Content Repurposing
Die Anpassung eines vorhandenen Inhalts an einen anderen Zweck oder ein anderes Format.
In der Praxis: Macht aus einem Interview mehrere eigenständige Formate. Prüft dabei Rechte, Kontext und die Anforderungen des neuen Kanals.
Conversion
Eine vorab definierte, messbare Handlung wie eine Anfrage oder ein Kauf.
In der Praxis: Trennt technische Formulareinsendung, bestätigte Unternehmensanfrage und Umsatz. Diese Stufen sind nicht austauschbar.
Conversion Rate
Der Anteil einer festgelegten Zielhandlung an einer klar benannten Ausgangsmenge.
In der Praxis: Nennt beispielsweise Anfragen pro Sitzung. Unterschiedliche Zähler oder Nenner machen vermeintliche Verbesserungen unvergleichbar.
Cost per Click
Die Werbekosten je gemessenem Klick, häufig als CPC bezeichnet.
In der Praxis: Gebt den Klicktyp an. Ein günstiger Klick kann trotzdem unpassende Besucher erreichen und ist kein Qualitätsbeleg.
Cost per Lead
Die Kosten je nach einer festen Regel gezähltem Lead, kurz CPL.
In der Praxis: Definiert zuerst, was als Lead zählt. Technische Tests und unpassende Kontakte dürfen den Wert nicht künstlich verbessern.
Creator Content
Inhalte, die von Creators für eine Marke oder Kampagne produziert werden.
In der Praxis: Vereinbart Formate, Lieferumfang und Nutzung. Die Produktion beinhaltet nicht automatisch Reichweite oder eine Paid-Freigabe.
Creator Seeding
Die koordinierte Ansprache und Produktbereitstellung an passende Creators zum Kennenlernen einer Marke.
In der Praxis: Trennt unverbindliches Gifting von beauftragten Posts. Ohne Zusage lässt sich weder eine Veröffentlichung noch Reichweite garantieren.
Unverbindliches Gifting, ein Produkttest und ein vereinbartes Posting sind unterschiedliche Modelle. Dokumentiert Interesse, Zusage, Produkterhalt und veröffentlichte Inhalte getrennt. So bleibt nachvollziehbar, was geplant und was tatsächlich erfolgt ist.
Seeding und Produkttests vergleichen ↗Creator-Auswahl
Die begründete Entscheidung für Personen, deren Themen, Publikum und Arbeitsweise zu einer Kampagne passen.
In der Praxis: Nutzt ein dokumentiertes Raster mit Datenstand und offenen Fragen. Eine Rangliste aus Followerzahlen reicht nicht aus.
Creator-Briefing
Der konkrete Arbeitsauftrag für die Inhalte und Veröffentlichungen eines Creators.
In der Praxis: Unterscheidet unverzichtbare Aussagen von Vorschlägen. Zu enge Textvorgaben können die eigene Erzählweise und Glaubwürdigkeit schwächen.
Customer Journey
Die Folge von Kontakten und Entscheidungen auf dem Weg zu einem Produkt oder einer Zusammenarbeit.
In der Praxis: Plant Inhalte passend zum Informationsbedarf. Der tatsächliche Weg ist oft unvollständig messbar und verläuft selten linear.
E
Earned Media
Aufmerksamkeit und Erwähnungen, die nicht als Werbeplatzierung eingekauft werden.
In der Praxis: Bezahlte Kooperationen separat führen. Freiwillige Berichterstattung ist nicht planbar wie eine beauftragte Veröffentlichung.
Engagement
Beobachtbare Reaktionen auf Inhalte, etwa Kommentare, Likes, gespeicherte Beiträge oder geteilte Inhalte.
In der Praxis: Legt vor dem Reporting fest, welche Aktionen dazugehören. Nicht jede Reaktion zeigt Kaufinteresse.
Engagement Rate
Das Verhältnis definierter Interaktionen zu einer benannten Bezugsgröße, meist als Prozentzahl.
In der Praxis: Gebt Follower, Reichweite oder Aufrufe als Nenner an. Raten mit unterschiedlichen Nennern dürfen nicht ungekennzeichnet verglichen werden.
Schreibt Zähler und Nenner neben den Prozentwert. Vergleicht nur dieselbe Formel und ähnliche Zeiträume; betrachtet auch die absoluten Werte und Zahl der Inhalte. Eine hohe Rate auf kleiner Grundlage ist kein allgemeiner Wirkungsnachweis.
Engagement Rate berechnen ↗Evergreen Content
Ein Inhalt mit längerfristigem Informationsnutzen, dessen Kernthema nicht an ein einzelnes Ereignis gebunden ist.
In der Praxis: Prüft trotzdem Quellen, Beispiele und Plattformfunktionen regelmäßig. Zeitloses Thema bedeutet nicht wartungsfreier Text.
Exklusivität
Eine Vereinbarung, die andere Kooperationen für einen bestimmten Zeitraum oder eine Produktkategorie begrenzt.
In der Praxis: Definiert Wettbewerber, Gebiet und Dauer eng genug. Eine unklare Branchenbezeichnung kann unnötig viele Kooperationen ausschließen.
F
Follower
Ein Account, der einem Profil folgt und dessen Inhalte grundsätzlich abonnieren möchte.
In der Praxis: Follower sind nicht gleich erreichte Personen. Inaktive Accounts und Plattformausspielung beeinflussen die tatsächliche Sichtbarkeit.
Freigabe
Die dokumentierte Zustimmung einer zuständigen Person zu einer bestimmten Version und Nutzung.
In der Praxis: Haltet Version, Zeitpunkt und Umfang fest. Eine Textfreigabe deckt nicht automatisch Bildrechte oder eine spätere Änderung ab.
Frequency
Die durchschnittliche Anzahl von Einblendungen pro erreichtem Account innerhalb eines definierten Zeitraums.
In der Praxis: Berechnet nur mit zusammenpassenden Reichweiten- und Impressionswerten. Der Durchschnitt sagt nicht, wie oft jede einzelne Person die Anzeige gesehen hat.
Funnel
Ein Modell, das mehrere Schritte vom ersten Interesse bis zu einer definierten Handlung unterscheidet.
In der Praxis: Messt Übergänge zwischen Stufen getrennt. Eine große Reichweite am Anfang ist noch kein Beleg für Abschlüsse.
I
Impression
Eine nach den Regeln der jeweiligen Quelle gezählte Einblendung eines Inhalts oder einer Anzeige.
In der Praxis: Eine Person kann mehrere Impressionen auslösen. Addiert Impressionen deshalb nicht zu einer Zahl eindeutiger Menschen.
Impressions pro Creator
Die einem Creator-Inhalt nach Plattformdefinition zugeordneten Einblendungen.
In der Praxis: Nennt Format, Zeitraum und Paid-Anteil. Summen mehrerer Creators können dieselben Personen mehrfach enthalten.
Influencer
Eine Person, deren Inhalte und Beziehungen die Wahrnehmung oder Entscheidungen einer Community beeinflussen können.
In der Praxis: Prüft den fachlichen und sozialen Kontext. Der Begriff bezeichnet keine einheitliche Berufsqualifikation oder garantierte Verkaufswirkung.
Influencer-Kampagne
Eine geplante Zusammenarbeit mit ausgewählten Personen für ein definiertes Marken- oder Kommunikationsziel.
In der Praxis: Stimmt Auswahl, Briefing, Rechte, Veröffentlichung und Messung ab. Einzelne zugesandte Produkte ergeben noch keine gesteuerte Kampagne.
Influencer-Marketing
Die Zusammenarbeit mit passenden Meinungsbildnern für Kommunikation, Inhalte und gegebenenfalls Reichweite einer Marke.
In der Praxis: Trennt Kampagnensteuerung von Talentmanagement. Die Vertretung einer Person ist ein anderes Angebot als die Durchführung einer Markenkampagne.
Instagram Reel
Ein Videoformat auf Instagram mit eigener Darstellung und Ausspielung innerhalb der Plattform.
In der Praxis: Plant einen verständlichen Einstieg und lesbare Einblendungen. Verfügbarkeit einzelner Funktionen und zulässige Nutzung regelmäßig aktuell prüfen.
K
Kampagnenbudget
Der geplante finanzielle Rahmen einer Kampagne über alle vereinbarten Bestandteile.
In der Praxis: Führt Honorare, Produktion, Rechte, Versand, Steuerung und Werbebudget getrennt. Ein Creator-Honorar ist nicht das Gesamtbudget.
Ein vollständiger Rahmen umfasst die vorgesehenen Leistungen und zusätzlichen Kosten. Vergleicht Produktion, Veröffentlichung, Nutzung, Steuerung und Media mit denselben Mengen und Laufzeiten. Eine Videozahl allein macht Angebote noch nicht vergleichbar.
Kosten und Leistungsumfang planen ↗Kampagnenziel
Das konkrete Ergebnis, das eine Kampagne für die Marke erreichen soll.
In der Praxis: Formuliert beispielsweise passende Produktbekanntheit oder qualifizierte Anfragen. Die Zieldefinition entscheidet über Auswahl und Messwerte.
Kennzeichnung
Die verständliche Offenlegung eines kommerziellen Zusammenhangs bei werblichen Inhalten.
In der Praxis: Plant die Prüfung im Freigabeprozess. Konkrete Anforderungen hängen von Inhalt, Kontext und geltenden Regeln ab.
Key Performance Indicator
Eine ausgewählte Kennzahl, die den Fortschritt gegenüber einem konkreten Ziel beschreibt.
In der Praxis: Beschränkt das Reporting auf entscheidungsrelevante Größen. Nicht jede verfügbare Zahl ist automatisch ein KPI.
Kooperationsanfrage
Die erste konkrete Anfrage an einen Creator zu einer möglichen Zusammenarbeit.
In der Praxis: Nennt Marke, Aufgabe, Zeitraum und Budgetrahmen. Eine positive Interessenbekundung ist noch keine verbindliche Buchung.
Korrekturschleife
Ein vereinbarter Durchgang für gebündelte Rückmeldungen zu einem Entwurf.
In der Praxis: Legt Zahl und Umfang vorab fest. Ein neues Konzept nach Freigabe ist häufig eine Leistungsänderung statt einer kleinen Korrektur.
L
Landingpage
Eine Zielseite, die einen bestimmten Informationsbedarf aufgreift und einen passenden nächsten Schritt anbietet.
In der Praxis: Stimmt Versprechen, Inhalt und Handlung aufeinander ab. Die Startseite ist nicht für jede Kampagne das beste Ziel.
Lead
Ein Kontakt mit einem erkennbaren Interesse an einer Leistung oder einem Angebot.
In der Praxis: Prüft Rolle, Bedarf und Herkunft. Eine Newsletter-Adresse oder Creator-Bewerbung ist nicht automatisch ein qualifizierter Unternehmenskontakt.
Ein technisch eingegangenes Formular ist zunächst eine Anfrage. Ob sie fachlich zum Angebot passt, muss gesondert beurteilt werden. Rohkontakte, qualifizierte Anfragen und gewonnene Aufträge sollten im Bericht als getrennte Stufen sichtbar bleiben.
Geschäftssignale richtig auswerten ↗Link-Sticker
Ein interaktives Verweiselement in einem unterstützten Story-Format.
In der Praxis: Prüft das Ziel und die mobile Nutzung vor Veröffentlichung. Klicks auf den Sticker sind noch keine Besuche mit vollständig messbarer Herkunft.
Live-Content
Inhalte, die während einer laufenden Übertragung entstehen und direkt ausgespielt werden.
In der Praxis: Klärt Moderation, Produktangaben und Eskalation vorab. Nachträgliche Schnittkorrekturen können eine bereits erfolgte Aussage nicht zurücknehmen.
P
Paid Social
Die bezahlte Ausspielung von Werbung auf sozialen Plattformen.
In der Praxis: Plant Werbebudget, Produktion und Steuerung getrennt. Eine gute organische Veröffentlichung muss als Anzeige nicht gleich gut funktionieren.
Partnership Ads
Meta-Werbeanzeigen, die Inhalte oder Identitäten beteiligter Partner im vorgesehenen Partnerschaftsformat nutzen.
In der Praxis: Prüft technische Freigabe und gesonderte Nutzungsvereinbarung. Eine Plattformberechtigung ersetzt keinen vollständigen Rechtevertrag.
Posting, Nutzung und technische Berechtigung sind eigene Voraussetzungen. Klärt den gewünschten Absender, den konkreten Inhalt und die Laufzeit. Eine reine Creator-Produktion belegt noch keine tatsächlich durchgeführte Partnership-Ad-Ausspielung.
Partnership Ads ausführlich erklärt ↗Postingplan
Die abgestimmte Abfolge konkreter Veröffentlichungen einer Kampagne.
In der Praxis: Vermerkt Freigabe, Zeitzone und Abhängigkeiten. Ein reservierter Termin ist ohne finalen Inhalt kein gesicherter Livegang.
Produktdemo
Ein Inhalt, der Anwendung und Eigenschaften eines Produkts nachvollziehbar zeigt.
In der Praxis: Zeigt reale Handgriffe und belegte Eigenschaften. Werbliche Übertreibungen dürfen keine nicht vorhandene Funktion suggerieren.
Produktlaunch
Die geplante Einführung eines neuen Produkts mit abgestimmter Kommunikation und Verfügbarkeit.
In der Praxis: Bindet Lieferfähigkeit und Freigaben in die Kampagnenplanung ein. Reichweite vor lieferfähigem Bestand kann Interesse ins Leere führen.
R
Redaktionsplan
Die zeitliche Planung von Themen, Formaten, Kanälen und Verantwortlichen.
In der Praxis: Ergänzt den Freigabestatus und die benötigten Quellen. Ein Datum allein macht einen Beitrag noch nicht veröffentlichungsbereit.
Reichweite
Die nach Quellendefinition gezählten unterschiedlichen erreichten Accounts oder Personen in einem Zeitraum.
In der Praxis: Plattformübergreifende Reichweiten lassen sich ohne Dublettenprüfung nicht zu einer eindeutigen Gesamtpersonenzahl addieren.
Reporting
Die nachvollziehbare Aufbereitung von Ergebnissen, Grenzen und daraus abgeleiteten Entscheidungen.
In der Praxis: Nennt Zeitraum, Quelle und Berechnung. Ein Dashboard ohne Einordnung kann Messlücken hinter scheinbar präzisen Zahlen verbergen.
Retention
Der Verlauf, wie viele Zuschauer ein Video nach einer bestimmten Wiedergabedauer weiter ansehen.
In der Praxis: Nutzt Abbruchstellen für konkrete Schnittentscheidungen. Eine hohe Bindung beweist weder Produktverständnis noch Kaufabsicht.
Return on Ad Spend
Das Verhältnis eines zugeordneten Umsatzes zu den eingesetzten Werbekosten, kurz ROAS.
In der Praxis: Nennt Attributionsfenster und Kostenumfang. Produktionskosten und Marge fehlen oft; ROAS ist deshalb kein Gewinnnachweis.
Prüft, welche Umsätze einer Ausspielung zugeordnet und welche Anzeigenkosten einbezogen wurden. Produktions-, Rechte- oder Agenturkosten sind damit nicht automatisch berücksichtigt. Für eine wirtschaftliche Entscheidung muss der betrachtete Kostenumfang ausdrücklich feststehen.
Kennzahlen und Kostenumfang vergleichen ↗Rohmaterial
Die ursprünglichen Bild-, Ton- oder Videodateien vor der finalen Bearbeitung.
In der Praxis: Vereinbart Lieferung und Nutzungsrechte ausdrücklich. Die Beauftragung eines fertigen Films umfasst nicht automatisch alle Originaldateien.
S
Safe Zone
Der Bildbereich, in dem wichtige Texte und Motive möglichst nicht von Plattformbedienelementen überlagert werden.
In der Praxis: Prüft das tatsächliche Format und die Vorschau je Platzierung. Eine einzige Schablone passt nicht zu allen Kanälen.
Seeding-Liste
Eine begründete Auswahl von Creators für eine Produktansprache oder ein Gifting-Programm.
In der Praxis: Dokumentiert Fit, Kontaktstatus und Einwilligungen getrennt. Eine Namensliste ist noch keine bestätigte Teilnahme.
Sentiment
Die eingeordnete Tonalität von Reaktionen oder Äußerungen zu einem Thema.
In der Praxis: Lest relevante Kommentare im Kontext. Ironie und kurze Aussagen können automatische Positiv-Negativ-Einstufungen unzuverlässig machen.
Shortlist
Eine reduzierte Auswahl geeigneter Kandidaten nach einer ersten Prüfung.
In der Praxis: Zeigt die Auswahlgründe und offenen Punkte pro Person. Eine Shortlist sagt noch nichts über Verfügbarkeit oder verbindliche Honorare aus.
Shotlist
Die geplante Liste benötigter Einstellungen für eine Produktion.
In der Praxis: Verknüpft jede Einstellung mit einer Aussage oder Schnittanforderung. So fehlen später weder Produktdetails noch benötigte Hochformatvarianten.
Spark Ads
Ein TikTok-Anzeigenformat, das organische Beiträge im vorgesehenen Freigabeprozess für Werbung verwendet.
In der Praxis: Klärt Autorisierung und Nutzungsdauer vor dem Start. Der organische Beitrag und die Werbeausspielung brauchen getrennt nachvollziehbare Ergebnisse.
Prüft den vorgesehenen organischen Beitrag und die tatsächlich verfügbare Autorisierung im konkreten Konto. Inhalt, vereinbarte Nutzung und Anzeigensteuerung müssen zusammenpassen. Eine vorhandene Videodatei allein bestätigt diese Vorbereitung nicht.
Spark Ads ausführlich erklärt ↗Story
Ein plattformspezifisches, meist zeitlich begrenzt sichtbares Inhaltsformat.
In der Praxis: Sichert vereinbarte Insights rechtzeitig und plant eine logische Abfolge. Eine einzelne Ansicht belegt keinen vollständigen Kontakt mit allen Sequenzen.
Story Views
Die nach Plattformdefinition erfassten Aufrufe eines Story-Inhalts.
In der Praxis: Berichtet Einstieg und spätere Sequenzen getrennt. Summierte Sequenzaufrufe entsprechen nicht der Zahl unterschiedlicher Zuschauer.
U
UGC
User Generated Content bezeichnet ursprünglich Inhalte von Nutzern; im Marketing wird der Begriff auch für beauftragte Creator-Assets verwendet.
In der Praxis: Benennt, ob freiwilliger Nutzerinhalt oder bezahlte Produktion gemeint ist. Beides unterscheidet sich bei Auftrag, Rechten und Kennzeichnung.
Beauftragte UGC-Produktion liefert vereinbarte Inhalte. Prüft im Angebot, ob fertiger Schnitt, Fotos, Rohmaterial und Varianten enthalten sind. Eine Veröffentlichung auf dem Creator-Profil kommt nur hinzu, wenn sie vereinbart wurde.
UGC-Produktion ausführlich verstehen ↗UGC-Creator
Eine Person, die Inhalte im nahbaren Creator-Stil für die Nutzung durch eine Marke produziert.
In der Praxis: Vereinbart Produktionsumfang und Rechte. Die Buchung beinhaltet nicht automatisch einen Post auf dem persönlichen Account.
Bewertet passende Arbeitsproben für eure Aufgabe: Produktdemo, Erklärung oder persönliche Anwendung. Legt vor der Auswahl fest, welche Dateien benötigt werden und wer Schnitt und Freigabe übernimmt. Eine Followerzahl ist dafür keine ausreichende Qualitätsbewertung.
UGC-Creator auswählen ↗Unboxing
Ein Format, das das Öffnen und erste Kennenlernen eines Produkts zeigt.
In der Praxis: Plant echte Produkteigenschaften und sichtbare Details. Ein Unboxing ist kein Beleg für einen langfristigen Produkttest.
Usage Rights
Die englische Bezeichnung für den vereinbarten Nutzungsrechteumfang eines Inhalts.
In der Praxis: Übersetzt die Vertragsbegriffe in konkrete Nutzungen. Organisches Reposting, Paid-Ausspielung und Bearbeitung separat festhalten.
Die englische Bezeichnung benennt noch keinen vollständigen Leistungsumfang. Vergleicht bei Angeboten die konkret beschriebenen Nutzungen, Zeiträume und Bearbeitungen. Ein identisches Schlagwort kann für unterschiedlich weit gefasste Vereinbarungen stehen.
Nutzungsumfang konkret beschreiben ↗Nutzungsrechte: Definition auf Deutsch ↗
UTM-Parameter
Zusätzliche URL-Parameter zur einheitlichen Kennzeichnung von Kampagnenquellen und Inhalten.
In der Praxis: Verwendet ein festes Namensschema ohne personenbezogene Daten. Uneinheitliche Schreibweisen können Berichte unnötig aufsplitten.